Am Dienstag, den 12. Mai 2026, wurde in der Ehrenmalanlage am Graben eine Gedenktafel zu Ehren von Schwester Theodolinde, geboren als Katharina Katzenmaier, feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Stadt Heppenheim und der Bürgerstiftung Heppenheim im Rahmen der Aktion „Mein Wunsch für Heppenheim“ organisiert.
Die in Heppenheim geborene Katharina Katzenmaier blieb in der Zeit des Nationalsozialismus ihren christlichen Werten treu. Nach ihrer Befreiung aus der KZ-Haft, trat sie in den Benediktinerinnenorden ein und widmete als Schwester Theodolinde ihr Leben in bewundernswerter Weise der Seelsorge, dem Kampf für Menschrechte und der Erinnerung an die Verbrechen des NS-Regimes.
Zum Auftakt begrüßte Bürgermeister Rainer Burelbach die Gäste und würdigte das Engagement der Beteiligten.
Sybille van de Ree, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Heppenheim, stellte die Hintergründe der Aktion vor. Pfarrer Thomas Meurer und Gemeindereferentin Claudia Flath von der Pfarrei Hl. Marianne Cope Heppenheim gaben einen Einblick in das Leben und Wirken von Schwester Theodolinde. Schwester Mercy, Mutter Oberin des Klosters Püttlingen, berichtete in ihren Erinnerungen von Begegnungen mit Katharina Katzenmaier.
Die Gedenktafel soll interessierten Bürgerinnen und Bürgern künftig einen würdigen Ort des Gedenkens bieten.

