Außenanlage Buntspecht

Kita Buntspecht

Kita Buntspecht

Die Kita Buntspecht liegt in der Weststadt von Heppenheim. Sie schließt eng an das Industriegebiet und der Tiergartenstraße an. Somit befinden sich Reitstall, Stadtbach, Tennisplätze sowie etliche Fachmärkte in unmittelbarer Fußnähe. Das Haus bietet neben dem Außengelände und einem Außenbistro, 6 Fachräumen für die körperliche und geistige Entfaltung Ihrer Kinder.

  • In unserer Kita werden bis zu 100 Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt betreut


Virtueller Rundgang durch die Kita Buntspecht

Auf dem Weg vorbei an unserem großen Walnussbaum gelangt man in den Eingangsbereich der Kita. Von hieraus betritt man den Flurbereich. An der Rezeption vorbei geht es weiter zu den Garderoben, zu den verschiedenen Spielbereichen und zu den Funktionsräumen. Es gibt einen Turnraum, ein Experimentezimmer mit Bücherei, das Kreativzimmer mit Atelier, ein Bauzimmer und das Kinderrestaurant. Auch das Außengelände mit unserem Außenbistro wird ganztags von den Kindern erobert.

In der Kindertagesstätte spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle in den Bildungsprozessen der einzelnen Kinder. Dies sind die anderen Kinder, die pädagogische Fachkräfte und die Lernumgebung. Die Lernumgebung bedeutet für uns, dass sich die Raumgestaltung und das materielle Angebot an den Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Ein Hauptmerkmal der offenen Arbeit in Einrichtungen für Kinder sind die Funktionsräume. Das heißt, es sind Räume mit bestimmten Funktionen und Themenschwerpunkten.
In der Kita Buntspecht werden sie Fachräume genannt.
Das Raumkonzept bedarf gut überlegter Alltagsstrukturen und Regeln für die Kinder. Durch eine wohlüberlegte Raumgestaltung verweilen die Kinder länger in ihrem Spiel. Sie können konzentriert ihrem Spiel folgen, sich auf Neues einlassen oder Altbewährtes weiterverfolgen.
Während des Tages wechseln die Kinder mehrmals zwischen den Fachräumen.

Die Grundlage aller Bildung ist die sozioemotionale Sicherheit eines Menschen. Nur wer sich sicher und geborgen fühlt, kann sich auf die vielen Herausforderungen des Lebens einlassen. Es gilt die Gefühle, Stimmungen und Befindlichkeiten seines Gegenübers wahrzunehmen, Verständnis und Rücksichtnahme zu entwickeln, kontaktfähig zu sein und zu lernen seine eigenen Standpunkte, Interessen und Bedürfnisse zu vertreten. Die Begleitung der Kinder in diesem Bereich steht bei uns an erster Stelle.
Die Sprache ist der „Schlüssel zur Welt“. Nur durch sie kann ich meine Bedürfnisse und Gedanken anderen mitteilen, und ich verstehe, was andere mir sagen möchten. Die Sprache ist eine grundlegende Voraussetzung für die emotionale und kognitive Entwicklung und eine Schlüsselqualifikation für schulischen Erfolg.
Auf diesen zwei Bildungsbereichen basiert unsere pädagogische Arbeit, sie ziehen sich durch alle Fachräume des Hauses.

Kinder brauchen manchmal einfach ihre Ruhe, so wie wir Erwachsenen auch. Ruhe ist nicht gleichzusetzen mit Schlafen. Die Kinder benötigen Rückzugsmöglichkeiten: Ecken, Nischen und Plätze in denen sie alleine sein, Musik oder Geschichten hören, träumen oder sich zeitweilig langweilen können, um neue kreative Kraft zu sammeln. Hierfür finden sie Möglichkeiten im ganzen Haus.
Einige Kinder brauchen einen Mittagsschlaf. Sie sind einfach erschöpft von ihrem „Arbeitstag“ in der Kita und benötigen eine intensivere Erholungsphase. Sie können sich direkt nach dem Mittagessen zum Schlafen hinlegen. 

Das Kinderrestaurant:

„Für ein gutes Tischgespräch kommt es nicht so sehr darauf an, was sich auf dem Tisch befindet, sondern was sich auf den Stühlen befindet.“ Walter Matthau, Schauspieler

Die Idee einen Raum nur für Mahlzeiten einzurichten entstammt der Reggio-Pädagogik.  Hierdurch können die Tische in den anderen Fachräumen reduziert werden, sie entsprechen dadurch mehr dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung, Rückzug, Rollenspiel, etc..
Essen und Trinken ist ein Grundbedürfnis des Menschen, aus diesem Grund kommt dem Kinderrestaurant eine besondere Bedeutung zu. Es ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation.
Am Vormittags begleiten die Fachkräfte im Kinderrestaurant die Kinder vor allem beim selbstbestimmten Frühstück. Jedes Kind bringt von zu Hause sein zuckerfreies Frühstück mit. Essen verbindet! Wir haben hier eine gute Gelegenheit mit allen Kindern über das Essen ins Gespräch zu kommen. Die Fachfrauen kennen die Bedürfnisse und „Eigenheiten“ der Kinder. Ein Kind kommt dreimal frühstücken, ein anderes hat nie etwas dabei, weil es zu Hause gefrühstückt hat. Ein anderes möchte immer auf dem gleichen Platz sitzen, das nächste braucht nach der Frühstückszeit noch ein bisschen Obst aus dem Obstkorb.  

Für die Tageskinder findet im Kinderrestaurant das Mittagessen statt.
In der Stammgruppe werden die ersten Essenskarten verteilt. Kinder, die eine Essenskarte haben gehen Hände waschen und dann zum Mittagessen. Wenn sie satt sind, räumen sie ihren Platz ab. Danach holen sie sich eine Essenskarte aus dem Körbchen und geben diese dann an das nächste Kind weiter und gehen spielen.
Es gibt keinen Probierzwang. Die Kinder wissen, dass sie die Probierlöffel nutzen können. Wir üben mit den Kindern, sich kleine Portionen zu nehmen und sich bei Hunger nochmals nachzunehmen. Sollte der Teller zu voll geworden sein, muss er nicht leer gegessen werden.

Bei uns im Buntspecht essen die Kinder, wenn sie Hunger haben. Auch außerhalb der Frühstückszeit und Mittagessenszeit steht ihnen immer eine Schale mit Obst zur Verfügung.
Die Kinder können sich Zeit lassen und essen so lange wie sie wollen. Es braucht niemand Angst zu haben nicht satt zu werden!

Es gilt immer: „Ich bestimme ob, was und wie viel ich esse!“.

 

Das Außengelände:

„Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen – unvermögend, aus ihr herauszutreten, und unvermögend, tiefer in sie hineinzukommen.“ Johann Wolfgang von Goethe

Seit Herbst 2017 nutzen wir das Außengelände als einen weiteren „Fachraum“. Durch die Öffnung des Außengeländes am Vormittag hat sich auch im Haus viel verändert. Die Kinder verteilen sich auf sechs Fachräume. Es ist im ganzen Haus entspannter geworden, das Spielen und Erforschen gelingt noch konzentrierter. Kinder und ErzieherInnen können gelassener sein. Es gibt mehr Zeit und Raum für einzelne Kinder, Beobachtungen und Aktionen.

Ein großer Schwerpunkt ist die Bewegung. Große Freiflächen laden zum Fußball spielen und rennen ein. Mit den großen Lastwägen, Laufrädern und Schubkarren sausen die Kinder über das Gelände.
Es gibt viele Nischen und Ecken, in die sich die Kinder zurückziehen. Sie beobachten Lebewesen und die Natur. Jedes Jahr sind unzählige Feuerkäfer zu bestaunen, zu sammeln und wieder zu befreien. Die unbändige Ausdauer und Freude, das Verantwortungsgefühl und der gemeinschaftliche Austausch über diese kleinen Wesen sprechen für diesen sinnlichen Lernort - ob es die Außentemperatur, die Feuchtigkeit der Wiese, die Farben der Pflanzen oder der Duft der Kräuter ist.
In der Baustelle mit Hölzern,  Wasserkästen, Rohren und ähnlichem, werden die Kinder zu Baumeistern, die konstruieren, die Gesetze der Schwerkraft überwinden, gemeinsam Ideen umsetzen und nach Lösungen suchen. Die Kinder sammeln Erfahrungen auf vielfältige Art und Weise, wenn sie sich austoben, rennen, klettern oder entspannen, ungestört im Gebüsch diskutieren und durch die Pfützen springen.

Es gibt kaum eine Umgebung, die zu einem phantasiereicheren Spielen und Lernen einlädt als die Natur selbst. Die Kinder stellen sich täglich Herausforderungen und Abenteuern.

Wenn die Kinder im Außenbistro frühstücken, können sie von hier aus das Geschehen um sie herum weiter beobachten oder mit ihren Freunden das weitere Vorgehen planen. Sie haben zwar eine Unterbrechung des Spiels, sind aber noch vor Ort. Essen in der Natur bedeutet Freizeit und Freiheit, es hat den Charakter von einem Picknick.

 

Das Bauzimmer

„Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.“ Aristoteles

Das Bauzimmer bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit der Welt der Erwachsenen auseinander zu setzen. Das gebaute Umfeld nachzuahmen, es mit seinen geometrischen und physikalischen Gesetzen zu begreifen.
Teppiche, Podeste und Materialschränke helfen bei der Begrenzung von Baubereichen. So können die Kinder mit ihren Baupartnern Bauwerke schaffen, in dem Wissen, dass diese vor anderen Kindern geschützt sind und nicht so schnell zerstört werden.
Materialien wie Tiere aus Holz oder Plastik und Figuren regen zu Rollenspielen an. Somit werden Bauwerke erschaffen und bespielt. Kleinstmaterialien, wie z.B. Glasnuggets regen zur kreativen Gestaltung und zum Dekorieren an.  Es entstehen Paläste, Zoos, Burgen, und vieles mehr.

Das wichtigste Material sind die Holzbausteine. Grundbasis bieten der „Fröbelkasten“ und die Kappla-Bausteine, Hölzer aller Art, Baumscheiben und Klötze aus Ästen.
Besonders bei diesem Material erfahren die Kinder physikalische Gesetzmäßigkeiten. Damit ein Gebäude stehenbleibt, muss sorgfältig gearbeitet werden.

Frustrationstoleranz, kindliche Neugierde, Versuch und Irrtum werden immer wieder herausgefordert. Am Schluss steht immer ein einzigartiges Bauwerk, das mit viel Geduld und Durchhaltevermögen von seinen Erbauern geschaffen wurde.
Es geht nicht um eine Vielzahl von verschiedensten Materialien, sondern darum viel von den einzelnen Materialien zur Verfügung zu stellen. Wenn viele Kinder bauen, wird viel Baumaterial benötigt. Das Bauzimmer ist ein Raum, der soziales Miteinander herausfordert, stärkt und weiterentwickelt. Es bedarf vieler eigener Ideen, Überzeugungskraft, Absprachen und Kompromisse um gemeinschaftlich bauen zu können.

 

Der Turnraum

„Bewegung ist der Motor des Lernens, vom ersten Lebenstag an. Kinder brauchen eine Welt, in der sie ihre Bewegungsfreude ausleben können.“ Renate Zimmer, Sport- u. Erziehungswissenschaftlerin

Bewegung ist für die Gesamtentwicklung des Kindes von großer Bedeutung. Wir unterstützen die Kinder darin, Erfahrungen über sich selbst und ihren Körper zu machen.
Es gibt Materialien, die im Turnraum immer zur Verfügung stehen. Dies sind zum einen die großen, geometrischen Schaumstoffbausteine, die Sprossenwand mit dicker Turnmatte und Turnmatten.

Für Abwechslung im täglichen Bewegungsangebot sorgen die pädagogischen Fachkräfte. Neue Herausforderungen erfahren die Kinder durch Bewegungsbaustellen und andere Impulse, die für den Tag vorbereitet werden.
Alle Kinder haben das Recht, sich im Bewegungsraum auszuprobieren. Oft sind die Bedürfnisse der Kinder sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund greifen wir die Wünsche der Kinder auf und es gibt spezielle Tage, an denen z.B. nur die drei- und vierjährigen Kinder, die Jungs oder Mädchen, die fünfjährigen Kinder oder Schukis in den Turnraum gehen. In der Regel ist er aber immer für alle geöffnet. Einen wachsamen Blick haben wir auf die ruhigen Kinder, die vorsichtig in den Turnraum schauen und eine persönliche Ansprache der pädagogischen Fachkräfte benötigen. Wir bestärken sie in ihrem Tun und holen sie ab!
Wichtig ist uns, den kindlichen Drang nach Bewegung bei jedem Kind zu fördern und zu unterstützen.

 

Das Kreativzimmer

„Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat!“  Albert Einstein

Das Kreativzimmer bietet den Kindern die vielfältigsten Möglichkeiten. Es macht sie neugierig und regt zum kreativen Gestalten an. Sie können ihrer Phantasie freien Lauf lassen.
Die Kreativität der Kinder steht im Mittelpunkt der täglichen Arbeit.
Wir wertschätzen den intensiven Prozess der Kinder beim Experimentieren mit Materialien. Beim Farbenmischen und Experimentieren mit den Grundfarben entstehen oft wunderschöne Exponate, manchmal mischt sich alles zu brauner Soße und löst sich auf. Der Weg ist das Ziel!
Ein übersichtliches Materialangebot steht den Kindern zur freien Verfügung und lädt zu ganzheitlichen und sinnlichen Erfahrungen ein. Es gibt eine klare Raumstruktur mit verschiedenen Arbeitsbereichen, wie dem Kleistertisch, dem Knettisch, Malbereiche und das Atelier.

Die Kinder sind mit großer Intensität und Ausdauer am Arbeiten. Durch spontane Ausstellungen, Fotoausstellungen von Aktionen oder die bildnerische Vorstellung von neuen Techniken, erfahren sie die Wertschätzung ihrer Leistung.
Das vielfältige Angebot an gut sortierten Materialien fördert selbstbestimmtes Handeln. So gibt es zum Beispiel Technikkisten, in denen sich Material für eine bestimmte Maltechnik befindet. Wir geben sanfte Impulse, um das freie Ausleben der Kinder zu unterstützen.
Die Kinder wählen unterschiedliche Körperhaltungen und Positionen beim kreativen Arbeiten. Die Kinder können sitzen, stehen, liegen oder knien. Sie können an einem Tisch oder an einer Arbeitsplatte mit dem Rücken zum Raum und Blick nach draußen konzentriert arbeiten. Das Atelier lädt dazu ein im Stehen zu arbeiten.
Im Kreativzimmer findet der selbstbestimmter Umgang mit Materialien ohne enge zeitliche Grenzen statt.

 

Das Experimentezimmer

„Sage es mir, und ich werde es vergessen, zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten, lass es mich tun, und ich werde es können.“ Konfuzius

In unserem Experimente-Zimmer erhalten die Kinder, die Möglichkeit mit Lupen, Bechergläsern und vielem mehr, ihre Umwelt aktiv zu erforschen und näher kennenzulernen. Wir greifen alltägliche Naturphänomene auf und bieten Anreize dazu. Es ist uns ist wichtig, die Fragen der Kinder aufzugreifen und sie in ihrem Lernprozess zu begleiten.
Wir lassen den Kindern Freiraum für die individuelle Materialerforschung und passen das Buch- und Materialangebot den Bedürfnisse der Kinder an.


Wir möchten Interesse und Freude am Experimentieren wecken und Anreize bieten, damit die Kinder selbstständig, selbstbewusst und selbstwirksam handeln können.
Wir geben den Kindern Raum und Zeit, um sich mit verschiedenen Phänomenen zu beschäftigen. Die Fachfrauen/-männer unterstützen die Kinder, beantworten Fragen, stellen mit ihnen Hypothesen auf, suchen gemeinsam nach Lösungen, motivieren und feiern die Erfolgserlebnisse der Kinder. Wir machen die Kinder zu Experten!

Bei der Raumgestaltung achten wir auf Spielbereiche, in denen Sinneserfahrungen gemacht werden können und es Zonen zur konzentrierten Forschung gibt. Es gibt Platz, Zeit und Raum für gemeinsame Erlebnisse; die Kinder finden aber auch Beobachtungsmöglichkeiten und Nischen zur Ruhe.
Dieser Fachraum ist gefüllt mit Materialien, die zum Forschen und Experimentieren einladen. Ein übersichtliches Ordnungssytem und eine klare Struktur unterstützten die Kinder sich im Raum zu orientieren.

 

Der Flur

Der Flur ist für uns ein Raum zum Spielen und Lernen, aber auch eine Verbindung zwischen den Räumen. Er muss begangen werden, um von dem einen in den anderen Fachraum zu gelangen.
Bei der Betreuung im Flur wechseln sich die KollegInnen aus den Fachräumen täglich ab.

Im Flur befinden sich verschiedene Spielbereiche, das Hochbett, die Leseburg, der große Spielteppich in der Mitte der Einrichtung und verschiedene Sofas und Nischen.
Wer hier spielen möchte, spricht sich mit dem Flurdienst ab.
Die Aufgaben des Flurdienstes sind sehr wichtig. Er begleitet die Kinder, die noch unsicher sind, was sie machen möchten und Kinder die unterwegs sind und gerade keine Aufgabe für sich finden können. Er unterstützt, wenn Hilfe auf den Toiletten benötigt wird oder beim Anziehen, wenn Kinder ins Außengelände gehen möchten.
Er gibt aktuelle Informationen in die Fachräume weiter. Er ist Dreh- und Angelpunkt zwischen den Fachräumen.

 

Die Zeit bei uns im Buntspecht - Übergänge

In der Regel beginnt die Zeit im Buntspecht für die Kinder nach den hessischen Sommerferien und endet mit dem Schuleintritt, nach drei bis vier Jahren.
Es ist eine große Freude, die Kinder während dieser Zeit zu begleiten und ihre Entwicklung zu beobachten und unterstützen zu dürfen. Der Abschied in die Schule ist immer mit vielen Emotionen verbunden. Die Wege jedes einzelnen Kindes sind unterschiedlich und besonders. Sie bedürfen, einen individuellen Blick auf ihre Bedürfnisse und ihren Entwicklungsstand.

Das erste Kindergartenjahr

„Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen“ Aristoteles

Die Eingewöhnung ist das wichtigste Ereignis im ersten Kita-Jahr und Grundlage für die gesamte Kita-Zeit.
Dieses Jahr ist für die Kinder ein Jahr der Entdeckungen und Erfahrungen.
Wir sind immer wieder erstaunt wie schnell es den Kindern gelingt sich im ganzen Haus zu orientieren, wie schnell sie Abläufe lernen und sich daranhalten.

Bevor die Zeit in der Kita beginnt, findet ein Abend für die neuen Buntspecht-Eltern statt. Hier stellen wir unsere pädagogische Arbeit im Allgemeinen und die Eingewöhnung im Besonderen vor.
Erstgespräche finden kurz davor mit der zukünftigen, für die Eingewöhnung verantwortlichen pädagogischen Fachkraft statt. Wir schauen gemeinsam nach den Bedürfnissen und Vorerfahrungen eines jeden Kindes, besprechen die Eingewöhnung und die wichtigsten Informationen, die das Kind und die Familie betreffen.

Die Eltern sind die Hauptbindungspersonen und werden es immer bleiben, auch wenn neue, wichtige Menschen in das Leben ihres Kindes treten. Der Elternteil, der die Eingewöhnung begleitet, hat die Aufgabe dem Kind Sicherheit zu geben und sich gleichzeitig zurückzuhalten. Er ist der „sichere Hafen“ für sein Kind.

Der Übergang von zu Hause oder der Krippe in die Kindertagesstätte, bedeutet für die Kinder eine große Herausforderung. Sie müssen sich einer neuen Umgebung anpassen und eine Beziehung zu einer fremden Person aufbauen.

Wir orientieren uns bei der Eingewöhnung an dem Berliner Eingewöhnungsmodell.
Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind

  • eine sichere Bindung zu seiner Bezugsperson in der Kita aufgebaut hat, es sich von ihr trösten lässt und bei ihr Geborgenheit findet
  • es gerne in den Buntspecht kommt
  •  sich freut und lacht und selten weint
  •  die geplante Betreuungszeit in der Kita erreicht hat
  • Kontakt zu anderen Kinder sucht
  • Regeln testet

Nach erfolgreicher Eingewöhnung kann das Kind die Welt in der Kita erobern. Es wächst daran, wenn sich Erwachsene mit uneingeschränkter Feinfühligkeit an seinem Wachsen beteiligen.

Die Vierjährigen

Besonders zu Beginn dieser Phase, müssen sich die Kinder damit auseinandersetzen, nicht mehr zu den Kleinen zu gehören. Sie wurden von einer neuen Generation abgelöst, die jetzt sehr viel Aufmerksamkeit benötigt.
Es ist nicht immer einfach mit dieser neuen Rolle zurechtzukommen, aber es entspricht dem Drang der Vierjährigen nach Selbstständigkeit!

Sie sind Weltentdecker und an ihrer hohen Motivation zu erkennen, Dinge alleine schaffen zu wollen. Hier zeigen sie meist eine große Ausdauer und Frustrationstoleranz. Sie stellen sich angstfrei neuen Herausforderungen und sind überzeugt alles zu können!

Für die Vierjährigen ist der „sichere Hafen“ ein Ort, an den sie immer wieder zurückkehren. Wie ein Schiff aufs Meer hinausfährt und immer wieder zurückkommt, um aufzutanken, neu zu beladen und alles Klarschiff zu machen, handhaben es die Kinder. Sie suchen sich Abenteuer und Herausforderungen im Alltag, brauchen dann aber wieder die Nähe zu ihren Bezugspersonen in der Kita und ihre Bestätigung, dass alles „gut“ ist.
Durch das offene Konzept schaffen wir Freiräume für Selbstständigkeit und experimentelles Handeln.
In dieser Zeit findet für unsere Vorschulkinder(4/5-jährige), des Folgejahres die Gruppe, „unterwegs“ statt. Diese Gruppe erkundet die ganze Stadt Heppenheim.

Das letzte Jahr in der Kita

Das letzte Jahr im Buntspecht wird von den Kindern lange erwartet. Jetzt sind sie ein SCHUKI und somit die Großen in der Kita. In diesem Alter werden sie zu Spezialisten und finden ihren eigenen Weg. Das Spiel der Kinder wird immer fantasievoller. Sie können auf schon gemachte Erfahrungen zurückgreifen und schaffen es immer häufiger ihre „Angelegenheiten“ selber zu klären und zu organisieren, Konflikte zu lösen und Kompromisse zu finden.

Aktionen im letzten Kita-Jahr

Im Buntspecht gibt es eine Naturpädagogin, die gemeinsam mit den Kindern das Schuki-Jahr gestaltet. Wir haben i.d.R. zwei Schukigruppen von je 10 bis 15 Kindern. Es gibt feste Aktionen in diesem Jahr, die sich an den Interessen, Bedürfnissen und Wünschen der Kinder orientieren.
Ein Schwerpunkt hierbei sind die Waldbesuche. Es ist uns ein Anliegen, Kindern Naturerlebnisse zu ermöglichen. Ihnen den Wald mit all seiner Schönheit, aber auch seinen Gefahren näherzubringen. Der Wald bietet viele Möglichkeiten für Abenteuer, Beobachtungen und Erholung. Voraussetzung ist, dass wir die Bedürfnisse des Waldes mit all seinen Bewohnern kennen, wahrnehmen und respektieren. 

Wir arbeiten mit allen Heppenheimer Grundschulen und den übrigen Kindertagesstätten in einem großen Tandem zusammen. Mit der Konrad-Adenauer-Schule verbindet uns das kleine Tandem.
Um den Kindern den Übergang in die Grundschule zu erleichtern, bieten die Schulen unterschiedliche Aktionen für die zukünftigen Schulkinder an. Grundlage ist der hessische Bildungs- und Erziehungsplan.

Die Kita ist von Montag - Freitag von 07:00 - 17:00 Uhr geöffnet.

Bringzeit: 07:00 - 09:00 Uhr

Abholzeit: 12:00 - 13:00 Uhr (Grundmodul)  & ab 14:00 - 17:00 Uhr (Nachmittagsmodule)

Die Familien können unterschiedliche Betreuungsmodule auswählen. Die Nachmittagsmodule sind auch als 2 oder 3 Tagewoche buchbar. Die Nachmittagsmodule beinhalten das Mittagessen. 

*Grundmodul ist Voraussetzung für die Buchung der Nachmittagsmodule

Module Zeiten
Grundmodul*
07:00 - 13:00 Uhr
Nachmittagsmodul 1 13:00 - 15:00 Uhr
Nachmittagsmodul 2 13:00 - 17:00 Uhr
Datum Programm
23.12.2025 Letzter Tag vor den Ferien - Kita schließt um 13 Uhr (kein Mittagessen)
27.12.2026 - 
02.01.2026
Weihnachtsferien
05.01.2026 Qualitätstag - Kita geschlossen
13.02.2026 Faschingsfeier im Buntspecht
15.02.2026 Teilnahme am Heppenheimer Faschingsumzug
16.02.2026 Pyjamaparty im Buntspecht
25.02.2026

Bastelabend für den Ostermarkt

02.03.2026 -
07.03.2026

Waldwoche 1. Schukigruppe

09.03.2026 - 
13.03.2026
Waldwoche 2. Schukigruppe
22.03.2026

Ostermarkt im Buntspecht

23.03.2026-
24.03.2026
Teamfortbildung „Dünger fürs Hirn“
(je ein Planungs- u. ein Qualitätstag hierfür genutzt) - Kita geschlossen
09.05.2026 Maifest
15.05.2026 Brückentag
20.05.2026 Schulkinder-Ausflug
05.06.2026 Brückentag
12.06.2026 Betriebsausflug
26.06.2026 Rausschmiss der Schulkinder mit Schulranzenparade (ohne Eltern)
17.07.2026 Letzter Tag vor den Ferien
20.07.2026 -
07.08.2026
Sommerferien
10.08.2026 Planungstag - Kita geschlossen
11.08.2026 Erster Tag nach den Sommerferien

Klare Strukturen, geregelte Abläufe, übersichtliche Räume und Spielmaterialien und eine wohldurchdachte Tagesstruktur sind für uns die Grundlage, damit sich die Kinder und Erwachsenen gut in diesem Konzept zurechtfinden und ihr gesamtes Entwicklungspotential ausschöpfen können. 

Kinder sind Konstrukteure ihrer eigenen Entwicklung. Ihre Bildung wird durch Fachräume unterstützt, die sich nach ihren Stärken, Interessen und ihrer Persönlichkeit ausrichten. Förderung erfährt das Kind durch Angebote, Impulse und Freispiel. Besonders im Freispiel erhält das Kind die Möglichkeit durch eigene Erfahrungen zu lernen und sich selbst weiterzubilden.

Spielen ist für uns gleichzusetzen mit Lernen. Es ist nicht möglich, dass Kinder im Spiel nichts lernen. Sie sind aus sich heraus motiviert und neugierig und saugen das Wissen der bzw. ihrer Welt in sich auf.
Die Kinder können sich im Buntspecht frei bewegen. Sie können entscheiden, in welchen Räumen, Bereichen und mit wem sie spielen möchten. Bei uns finden sie Kinder und Erwachsene, mit denen sie Dinge entwickeln, sich austauschen, lachen und sich selbst entdecken können. Sie sind eigenständige, individuelle Persönlichkeiten, die wir mit all ihren Bedürfnissen annehmen. Nur wenn ein Kind sich geborgen fühlt, kann es sich entwickeln, eigene Grenzen erfahren und die von außen gesetzten Grenzen akzeptieren.

Wir möchten jedem Kind ermöglichen unsere Kita zu besuchen. Aus welchem Grund es evtl. einer besonderen Unterstützung bedarf, ist nicht vordergründig. Wir werden den Weg durch die Kita-Zeit mit vielen Erlebnissen und Freude gemeinsam gehen. Unsere Aufgabe ist es die Räumlichkeiten und unsere Begleitung, Unterstützung und Förderung den einzelnen Kindern anzupassen. Nicht wir entscheiden, wer in unser Haus passt, sondern wir passen uns den Bedürfnissen der Kinder an.


Die Basis für eine gelungene Öffnung besteht darin die gesamten Räumlichkeiten der Kita Buntspecht zu nutzen. Jeder Raum besitzt eine individuelle Funktion und dient als Fachraum. Die Öffnung nach außen entsteht durch den Einbezug des Sozialraumes der Kinder. Es bedeutet die pädagogische Arbeit transparent für Eltern und das soziale Umfeld zu machen. Wir laden Eltern und Großeltern zu verschiedenen Aktionen und Festen in die Kita ein. Wir sind in Heppenheim mit den Kindern unterwegs oder gehen mit den Schukis in den Wald.

Das offene Konzept heißt nicht nur die Türen zu öffnen, es beginnt in den Köpfen des pädagogischen Teams und setzt eine offene und neugierige Haltung voraus.

Die gesetzliche Grundlage der pädagogischen Arbeit in allen städtischen Kitas sind:

  • SGB VIII
  • Bundeskinderschutzgesetz
  • Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch
  • Hessisches Kinderförderungsgesetz
  • Kinder- und Jugendstärkungsgesetz
  • Infektionsschutzgesetz
  • Datenschutzgesetz
  • Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan
  • UN-Kinderrechtskonvention#


Wir legen Wert auf eine wertschätzende, respektvolle und kooperative Zusammenarbeit. Die Offenheit der Teammitglieder ist die Grundlage der offenen Arbeit.

Wir haben im Team ein breit gefächertes Altersspektrum, KollegInnen mit langer Berufserfahrung und die, die am Anfang ihres Berufslebens stehen. Dadurch bleibt Altbewährtes bestehen und neuer Input kommt hinzu.


BEP – Basiskompetenzen (Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan)

Die im BEP benannten Basiskompetenzen, sind ein wichtiger Teil unserer täglichen pädagogischen Arbeit.
Der Fokus im Umgang mit individuell Verschiedenen und darunter benannt die Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf, hat einen Platz in unserer Kita bekommen. Die Schwerpunkte der Bildungs- und Erziehungsprozesse haben alle einen bedeutsamen Stellenwert bei der täglichen Arbeit und Begleitung der uns anvertrauten Kinder.

Das Bild vom Kind 

Jedes Kind ist ein Individuum mit eigenen Ideen, Bedürfnissen und Interessen. Es hat unterschiedliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen, die sich durch zukünftige Erlebnisse immer wieder verändern und weiterentwickeln. Jedes Kind ist grundsätzlich aktiv, neugierig und interessiert.

Pädagogischer Ansatz

In unserer Kindertagesstätte arbeiten wir grundsätzlich nach dem situationsorientierten Ansatz. Wir möchten die Individualität unserer Kinder fördern und begleiten. Das wohl des Kindes steht an erster Stelle. Es ist unsere Aufgabe, Bedürfnisse und Interessen zu beobachten und daraus entstehend, lösungsorientiert und verantwortungsvoll zu reagieren.

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist für jedes Kind und dessen Eltern, ein wichtiger Schritt, der von uns, von Anfang an wertschätzend und respektvoll begleitet wird.
Das Erstgespräch, ist der beginnende Prozess, zwischen der Familie und der Einrichtung und dient zum Austausch über alle wichtigen Bereiche mit Fokus auf die Familienstrukturen und Informationen über die Kindertagesstätte. In Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell, verläuft jede Eingewöhnung, individuell verschieden. Durch Zeit, Geduld und viel Feingefühl können nach und nach Bildungen entstehen und Beziehungen sich entwickeln.

Angebote und Projekte

Neben der Orientierung durch den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan, berücksichtigen wir die täglichen Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder mit pädagogischem Blick auf den Entwicklungsstand.
Durch einen geregelten und strukturierten Tagesablauf, können die Kinder individuell ihre Interessen, Wünsche und Ideen benennen und umsetzten. Jede pädagogische Fachkraft bringt ihre persönlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten mit.

Be(ob)achtung und Dokumentation

Die Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist die Be(ob)Achtung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Der Blick auf das einzelne Kind, die Kindergruppen, Interessengemeinschaften, sowie das Spielverhalten in den Räumen oder Prozesse des täglichen Miteinanders werden ständig reflektiert und weiterentwickelt.

Die Beobachtung und Dokumentation gibt Einblicke in die Entwicklung und in das Lernen der Kinder, ihre Fähigkeiten und Neigungen. Dadurch können wir die Kinder gezielt in ihren Selbstbildungsprozessen unterstützen und begleiten.

Bewegung

Um die Entwicklung im Bereich Bewegung täglich zu fördern, ist die Kita seit geraumer Zeit, Teil des DAK Fit4future Programms. Sowohl in der Krippe als auch im Elementarbereich, gibt es regelmäßige Angebote in Kleingruppen.
Im HBEP auf Seite 62 unter dem Punkt „Bewegung und Sport“ zitiere ich den Satz:
„Durch Bewegung, auch im Spiel, wird dem Kind ermöglicht, sich einzuschätzen und seine Grenzen auszutesten, seine Kooperation- und Kommunikationsfähigkeit zu stärken sowohl bestehende Aggressionen abzubauen."
Dieser Satz spiegelt wieder, was uns in der täglichen pädagogischen Arbeit im Bereich Bewegung wichtig ist.
Bewegung ist: Spiel, Freude, Zeit und Sprache. Bewegung sind auch Gefühle: wie Stolz, Glück, Angst und natürlich auch Wut und Zorn gehören dazu. Wichtig ist, beobachten, begleiten, fördern, unterstützen und wenn gewünscht, Hilfe anbieten.

Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

Kinder benötigen feinfühlige Erwachsene, die sie begleiten, ihre Interessen wahrnehmen und bei der Verwirklichung ihrer Spielideen unterstützen. Wir verstehen uns als Bildungspartner, die die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten.
Grundlage hierfür ist die sichere Bindung, die ein Kind erfährt.

Wir…

  • sind Bezugspersonen für die Kinder und schenken ihnen Zuwendung, Schutz und Geborgenheit.
  •  bestärken die Kinder in ihren Fähigkeiten, hierbei sind wir nicht belehrend, sondern geben Rat und Unterstützung.
  • ermutigen, loben und trösten.
  • hören zu und nehmen die Fragen der Kinder ernst.
  •  trauen den Kindern etwas zu und unterstützen sie in ihrer Selbstständigkeit.
  •  üben Zurückhaltung und haben Vertrauen in die Fähigkeit der Kinder, Situationen alleine bewältigen zu können.
  •  bestärken sie und unterstützen, wenn dies nicht gelingt.
  •  begleiten die Kinder ein Stück ihres Lebensweges und sind uns dieser Verantwortung bewusst. 
  •  begegnen den Kindern auf Augenhöhe und bringen ihnen Wertschätzung und Respekt entgegen.
  •  wir teilen mit ihnen Freude, Spaß und Begeisterung.
  •  verstehen uns als Be(ob)achter.


Portfolio

Zu Beginn der Kindergartenzeit wird für jedes Kind ein Entwicklungsordner, das sogenannte Portfolio, angelegt. Hier dokumentieren die Kinder gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften ihre Lernfortschritte. Praktisch heißt dies für uns: „Lernen sichtbar zu machen.“

Inklusion

In der Kita Buntspecht ist uns jedes Kind willkommen!
Der Alltag in der Kita Buntspecht ist auf die bunte Vielfalt unserer Kinder ausgerichtet. Inklusion soll von allen Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften als selbstverständliches Miteinander erlebt werden. Wir achten darauf, alle mit einzubeziehen und teilhaben zu lassen. Das gilt für Ausflüge, Feste und Feiern genauso wie für gemeinsame Aktionen und Freispielimpulse.
Wir orientieren uns an den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Besonders bei dem sensiblen Thema, der Ernährung achten wir auf Religion, Allergien, Unverträglichkeiten oder einem bestimmten Förderbedarf.

Sprache oder der Schlüssel zur Welt

Die Sprache ist ein Merkmal unserer Vielfältigkeit. Sie verdeutlicht wie unterschiedlich die Bedürfnisse der Kinder im Buntspecht sind. Wir haben Familien aus mehr als 20 Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Viele Kinder lernen die deutsche Sprache erst in der Kita kennen, andere werden von Geburt an zwei- oder dreisprachig begleitet.
In Gesprächen gehen wir mit den Kindern auf Augenhöhe, wir hören den Kindern zu und fassen zusammen, was wir verstanden haben. Das Kind erlebt echtes Interesse, es merkt, ob wir es richtig verstanden haben und hört die „korrekten“ Worte, ohne verbessert zu werden.
Unser Ziel ist es, dass ALLE Kinder Freude an der Sprache und dem Austausch miteinander entwickeln und es schaffen, sich sprachlich mitzuteilen.

Resilienz

Resilienz bedeutet, dass ein Mensch widerstandsfähig ist. Er hat die Fähigkeit mit Lebensproblemen, Stress oder Veränderungen umzugehen. Schwierigkeiten als Herausforderungen anzunehmen und diese nicht zu verdrängen.
Resilienz ist nicht angeboren, sie entwickelt sich aus den Erfahrungen, die ein Kind macht.
Um diese Widerstandsfähigkeit zu erlangen, benötigt ein Kind eine positive und stabile Bindungserfahrung.
Wir bieten den Kindern ein positiv geprägtes Erziehungsumfeld, das sich an ihren Stärken und Ressourcen orientiert, ihnen Vertrauen entgegen bringt, Dinge zutraut, sie nicht überfordert und in ihrem Tun ehrlich bestärkt.

Ko-Konstruktion

Ko-Konstruktion findet immer dann statt, wenn das Kind versucht, sich die Welt zu erklären - also ständig. Kinder lernen die Welt zu verstehen, indem sie sich mit anderen austauschen und Bedeutungen untereinander aushandeln. Dies beinhaltet auch, dass die geistige, sprachliche und soziale Entwicklung durch die soziale Interaktion mit anderen gefördert wird. Kinder und Erwachsene lernen von- und miteinander.

Partizipation

„Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffende Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen.“

Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan

Kinder als eigenständige Persönlichkeit anzunehmen, bedeutet für uns sie teilhaben zu lassen. Wir möchten die Kinder altersgemäß am Leben in der Einrichtung beteiligen und sie in Entscheidungsprozesse miteinbeziehen.
Die Kinder als Gesprächspartner wahr und ernst zu nehmen ist die Grundvoraussetzung für eine gelungene Partizipation.

Ein täglicher Bestandteil der gelebten Partizipation ist unsere offene Arbeit. Die Kinder erfahren hier tägliche Mitbestimmung. Dies beginnt damit, dass sie frei entscheiden können, in welchem Funktionsraum, mit welchen Kindern, wie lange und was sie spielen möchten. Die Kinder entscheiden, an welche erwachsene Bezugsperson sie sich wenden möchten. Egal ob sie jemanden zum Anlehnen oder zur Unterstützung bei einem Konflikt benötigen.

Demokratie erfahren die Kinder in der zweiwöchentlich stattfindenden Kinderkonferenz. Hier werden Themen der Kinder und der pädagogischen Fachkräfte gemeinsam besprochen, diskutiert und ggf.  Lösungen gesucht, über die abgestimmt wird. An der Kinderkonferenz können alle interessierten Kinder teilnehmen. 

 

Kinderrechte

Partizipation ist ein universelles Kinderrecht und keine freiwillige Aufgabe für Kindertagesstätten. Auch in der UN-Kinderrechtskonvention - Artikel 12, ist die Berücksichtigung des Kindeswillens festgeschrieben.

Die Rechte haben wir für die Kinder vereinfacht umformuliert:

Ich habe das Recht….

… über meinen Körper zu bestimmen!

… nicht verletzt zu werden! (seelisch/körperlich)

… zu sagen, was ich möchte!

… zu fragen, was ich möchte!

… , dass die Erwachsenen Zeit für mich haben!

… zu entscheiden wo, was, wie lange und mit wem ich spiele!

… , dass jeder akzeptiert wie ich bin. Denn so wie ich bin, bin ich gut!

… zu bestimmen, ob, was und wieviel ich esse!

Kinder müssen ihre Rechte kennen, nur so können sie ihre und die Rechte ihrer Freunde vertreten, ausdrücken und einfordern.

Kooperation ist die zweckgerichtete Zusammenarbeit verschiedener Einrichtungen, Institutionen und Personen mit gemeinschaftlichen Zielen. Aus dieser Zusammenarbeit gewinnen wir neues Wissen und ein regelmäßiger Austausch findet statt.

Das offene Konzept beinhaltet grundsätzlich die Öffnung nach außen. Dies spiegelt sich in der Zusammenarbeit des pädagogischen Teams mit folgenden Institutionen:

Zur direkten Unterstützung der Kinder und Familien:

  • Kinderärzte
  • Therapeuten (Ergotherapeuten, Logopäden…)
  • Institutsambulanz Heppenheim
  • Frühförderstelle Lampertheim
  • Erziehungsberatungsstelle der Caritas Fürth (BIK)
  • Jugendamt
  • Allgemeiner Sozialer Dienst (Familienhilfe)


Zur fachlichen Weiterbildung und Vernetzung:

  • Fachberatung des Kreis Bergstraße
  • Arbeitskreis offene Arbeit des Kreis Bergstraße
  • Arbeitskreis Inklusion des Kreis Bergstraße
  • Tandem mit allen Heppenheimer Kindertagesstätten und Grund- und Förderschulen
  • Arbeitskreis Zahnpflege


Kinderaktivität:

  • Patenschafts-Zahnärzten
  • Stadtbücherei
  • Geschäfte in Heppenheim
  • städtische Musikschule
  • Heppenheimer Grundschulen


Als Ausbildungsstelle:

  • Weiterführende Schulen (Schulpraktikas; boys- and girlsday)
  • Berufsschulen für Sozialassistenz und ErzieherInnen
  • Fachhochschulen

Das Team der Kita Buntspecht arbeitet mit viel Motivation und großem Engagement mit den Kindern. Eine fundierte Ausbildung und Weiterbildungen sind die Basis für eine liebevolle Betreuung der Kinder.

In der Kita Buntspecht arbeiten:

  • 13 pädagogische Fachkräfte
  • 1 freigestellte Leitung
  • 1 stellv. Leitung (teilweise freigestellt) & Naturpädagogin
  • 1 Berufspraktikantin
  • Integrationskräfte (bei Bedarf)
  • 1 Bundesfreiwilligendienstleistende 
  • 1 Hauswirtschaftskraft
  • 4 praxisintegrierte vergütete Auszubildende
  • 2 Zusatzkräfte
  • 1 Hausmeister


Im Rahmen von Praktika und Ausbildung zur Erzieherin, erweitert sich das Team durch Schülerinnen, Schüler und Studierende der Fachschulen.


Uhrzeiten Programm
07:00 Uhr
Im Kinderrestaurant startet der Tag. Hier werden die Kinder angemeldet bis die Rezeption besetzt ist.
07:00 – 10:30 Uhr Frühstückszeit im Kinderrestaurant
07:15 Uhr Es werden weitere Fachräume geöffnet
07:30 - 09:00 Uhr
Rezeption ist besetzt
08:00 Uhr  Alle Fachräume werden geöffnet. Die Kinder entscheiden, in welchem Raus sie starten möchten
09:00 Uhr
Ende der Bringzeit, alle Kinder sind jetzt im Buntspecht. Erste Spielgruppen bilden sich und gestalten ihren Tag.
10:00  - 10:30 Uhr 
Kinder, die Vorlaufkurse in den Grundschulen besuchen, sind in der Kita angekommen.
11:15 Uhr
In der gesamten Kita Buntspecht wird aufgeräumt.

11:25 Uhr Alle Kinder treffen sich mit ihren Bezugs-Erziehern & Bezugserzieherinnen in den Stammgruppen. Es gibt eine Marienkäfergruppe, Löwengruppe, Monstergruppe und Himmelssterngruppe.
Freitags treffen sich alle (11:40 Uhr) Kinder zum gemeinsamen Wochenabschluss im Turnraum.
12:00 - 13:00 Uhr Abholzeit für Kinder mit dem Grundmodul.
12:00 – 13:30 Uhr Zeit zum Mittagessen. Die Kinder essen in einem rotierenden System mit ihren Freunden.
Nach der Stammgruppe gibt es eine Ruhephase in der Kita, die Kinder entscheiden sich für einen festen Raum in der Kita. Jetzt ist kein Wechsel zwischen den Räumen möglich.
Ca. 12:30 – 14:15 Uhr Schlafenszeit, für die Kinder, die es brauchen.
13:30 – 14:30 Uhr Alle gehen ins Außengelände, sollten die Wetterbedingungen es zulassen.
bis 15:00 Uhr Modul 1: Kinder werden bis 15:00 Uhr geholt.
15:15 Uhr 

Es gibt einen kleinen Snack, der mit den Kindern vorbereitet wird.

bis 17:00 Uhr Modul 2: Kinder werden bis 17:00 Uhr geholt
17:00 Uhr  Kita schließt

Eine transparente pädagogische Arbeit ist für uns die Grundlage einer vertrauensvollen Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Nur dann können wir in den Austausch gehen, uns über Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohle des Kindes kooperieren.

In unserer Einrichtung findet eine vielseitige Elternarbeit statt. Uns ist es wichtig, dass die Kinder, die Eltern und alle Bezugspersonen des Kindes sich in unserer Einrichtung wohl fühlen. Nur dann ist eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern und Eltern möglich. Durch Informationen möchten wir Sicherheit und Vertrauen vermitteln.
Dies ist ein wichtiger Baustein unserer pädagogischen Arbeit.

Während der Zeit in der Kita finden unterschiedliche Gespräche statt. Beginnend mit dem Erstgespräch, das vor dem ersten Kindergartentag des Kindes stattfindet. Im folgt das Reflexionsgespräch über die Eingewöhnung. Das Tür – und Angelgespräch dient einem kurzen Informationsaustausch. In Elterngesprächen findet ein Austausch über die Entwicklung des Kindes statt.

Ein wichtiges Instrument und eine Möglichkeit der Mitgestaltung für Eltern in der Kindertagesstätte ist das Gremium des Elternbeirates. Der Elternbeirat wird zum Anfang des Kindergartenjahres gewählt. Er vertritt die Interessen aller Kinder und Eltern der Einrichtung und versteht sich als Ansprechpartner für Eltern und Erzieher. Seine Funktion ist beratend und unterstützend, sowohl den Eltern, Erziehern und dem Träger gegenüber. Aufgabe des Elternbeirates ist die Teilnahme und Gestaltung der Elternbeiratssitzungen. Er unterstützt das Kindergartenteam bei der Gestaltung und Organisation von Festen und Feiern und anderen Aktionen.

Elternabende in verschiedener Form dienen der Information, der Zusammenarbeit und dem Kennenlernen der pädagogischen Arbeit. Wichtig sind hierbei auch die Austauschgelegenheit und die Möglichkeit des Kennenlernens der Eltern untereinander.

Für die Eltern der Vorschulkinder gibt es einen Gesamtelternabend. Er findet mit der Schulärztin, den Kindertagesstätten und den LehrerInnen der Heppenheimer Grundschulen statt.

Informationen erhalten die Eltern zum einen durch regelmäßige Elternbriefe und verschiedene Aushänge rund um die Organisation der Kita. Durch den Schaukasten im Eingangsbereich erhalten Eltern einen direkten Blick in den Kita-Alltag. Dieser wird regelmäßig von den pädagogischen Fachkräften mit Fotos, pädagogischen Informationen und Geschichten bestückt. Fachzeitschriften stehen den Eltern kostenfrei zur Verfügung.

Im gesamten Flurbereich, finden sich Ausstellungen von Werken und Fotogeschichten aus den Fachräumen.

Anregungs- und  Beschwerdemanagement
Die Kindertagesstätte Buntspecht versteht sich als ein Ort des offenen Dialoges. Wir begegnen unseren Mitmenschen mit Wertschätzung und Achtsamkeit. Unsere Türen und Ohren sind immer offen und wir sind jederzeit zu Gesprächen bereit. Ein offenes Gespräch hilft immer, um Unklarheiten, die zu Missverständnissen und Konflikten führen können zu,  vermeiden.