Ende des 19. Jahrhunderts ging von den Großstädten eine Lebensreformbewegung aus, die sich zum Ziel gesetzt hatte, den durch Industrialisierung und Urbanisierung eingetretenen Zivilisationsschäden entgegenzuwirken.
Die Anhänger dieser Bewegung wollten das gestörte Verhältnis des Menschen zur Natur und des gesamten Kosmos durch ein Leben im Einklang mit der Natur und in Einheit von Körper, Seele und Geist wiederherstellen. Das bedeutete eine grundsätzliche Erneuerung der gesamten bisherigen Lebensweise mit Auswirkungen auf Ernährung und Kleidung, Erziehung, Bildung und Kunst, auf Wohnen und Arbeiten.
In den Tälern und auf den Höhen um Heppenheim siedelten im beginnenden
20. Jahrhundert Lebensreformer und Reformpädagogen, um ihre Ideen verwirklichen zu können. Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche und zeigt anhand bisher unveröffentlichter Fotografien und ausgewählter Objekte reformerisches Leben.
Begleitprogramm:- 23. Februar, 19.00 Uhr - Vortrag: Der Künstler Fidus und die Lebensreform
- 13. März, 14.00 Uhr - Führung: Die Odenwaldschule
- 27.März, 14.00 Uhr - Exkursion: Auf den Spuren der Lebensreformer