Sonderausstellung

 
Folgende Sonderausstellungen sind für das Jahr 2018 geplant:
  • 21. Januar – 25. Februar 2018
    Fotoausstellung
    Heppenheimer fotografieren...
    Le Chesnayiens photographient ...   METZ
 
 
Ausstellung
- 6. Mai bis 14. Juni -
 

Teo Otto - Der politische Poet

Zeichnungen, Gemälde, Entwürfe
Sammlung Renate Höhmann – Müller und Katrin Höhmann

 
Teo Otto (1904-1968) kommt aus einer Arbeiterfamilie im bergischen Land. In Remscheid besuchte er die Maschinenbaufachschule und studierte anschließend Malerei an der Kunstakademie Kassel. Er war Meisterschüler bei Ewald Dülberg, begegnete Giorgio de Chirico, László Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer. 1930 wurde er Ausstattungschef der preußischen Staatstheater. 1933 verließ er das faschistische Deutschland und emigrierte in die Schweiz. Er wurde verantwortlicher Bühnenbildner des Züricher Schauspielhauses.
 
Hier gestaltete er Bühnenbilder für bedeutende Uraufführungen unter anderem 1941 für Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder. Nach 1945 arbeitete er auf Einladung Brechts am Berliner Ensemble in der DDR. Wie viele Künstler und Künstlerinnen hoffte er, dass hier ein demokratisches und freies Deutschland entstehen würde. Als sichtbar wurde, dass sich die DDR immer mehr zu einem totalitären Regime entwickelte und er 1951 wegen seines Kriegstagebuchs Nie wieder staatlicherseits massiv angefeindet wurde, emigrierte er ein zweites Mal. Teo Otto wurde zu einem der gefragtesten Bühnenbildner des deutschsprachigen Theaters. Er arbeitete für die Salzburger Festspiele und das Wiener Burgtheater.
 
Seine Ausstattungen für Gustaf Gründgens Faust- Inszenierungen, Karajans Interpretation des Rosenkavaliers, die Uraufführungen der Stücke von Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch prägen die internationale Theatergeschichte. Darüber hinaus war er für Bühnen in New York, Paris, London, Mailand, Haifa und Syrakus tätig. Er wurde Professor und Leiter der Bühnenbildklassen der Kunsthochschule Kassel (1953 – 1958) und der Kunstakademie Düsseldorf (1959 – 1968). Zu seinen Schülern und Schülerinnen gehörten z.B. Jörg Immendorff und Katharina Sieverding. Neben seinen Bühnenbildern hinterließ er ein umfangreiches Werk. Aus der Sammlung von Renate Höhmann-Müller und Prof. Dr. Katrin Höhmann zeigt das Museum Heppenheim Zeichnungen, Gemälde und Entwürfe, die überwiegend nach 1945 bis zu seinem Tod entstanden sind.