Rundgang durch die Heppenheimer Altstadt

Kirchengasse 6/8
 
Der erhaltene Kern des Gebäudes, dessen Fachwerkaufbau wahrscheinlich um 1712 entstand, stammt noch von der hier 1576 eingerichteten ältesten Schule der Stadt. Der Ausbau des Dachgeschosses erfolgte erst in jüngster Zeit.
 
 
 
 
 
St. Peter
 
Die katholische Pfarrkirche St. Peter, wegen ihrer Größe oft „Dom der Bergstraße“ genannt, entstand in den Jahren 1900 bis 1904 an der Stelle eines Vorgängerbauwerks, von dem die sechs unteren Geschosse des jetzigen Nordturms (erbaut wahrscheinlich zwischen Anfang des 12. und Mitte des 13. Jahrhunderts) in den Neubau übernommen wurden. Urkundlich belegt ist eine dem Hl. Petrus gewidmete Pfarrkirche bereits in der ältesten Heppenheim erwähnenden Urkunde aus dem Jahr 755. Die Kreuzigungsgruppe vor der Kirche wurde 1705 von dem Aschaffenburger Bildhauer Anton Wermerskirch geschaffen. Auftraggeber war der Amtskeller (Finanzverwalter) Johann Mackard.
 
 
 
Laudenbacher Tor 2 (Marienhaus)
 
Der älteste Teil des Gebäudekomplexes (heute Gemeindezentrum St. Peter), entlang der Straße Laudenbacher Tor, bezieht einen Rest der alten Stadtmauer ein. Das Fachwerk stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nachdem das Gebäude ab 1908 im Besitz der Kirchengemeinde St. Peter war, erhielt es 1931 einen in historisierendem Stil gestalteten Flügel in östlicher Richtung.